Dieses künstliche Wasserreservoir verkörpert weit mehr als hydraulische Ingenieurskunst – es manifestiert die Verschmelzung jahrtausendealter pharaonischer Monumentalarchitektur, biologischer Diversität und moderner Wasserbautechnik zu einem außergewöhnlichen Reiseziel.
Dieses 500 Kilometer ausgedehnte Wasserreservoir etabliert sich unter den monumentalsten künstlichen Binnenmeeren weltweit. Das durch den Assuan-Hochdamm geschaffene Staubecken übertrifft jedoch seine rein technische Dimension erheblich.
Faszinierende Dichotomien charakterisieren dieses Gebiet: UNESCO-Weltkulturerbe-Tempelanlagen, die vor der Submersion gerettet wurden, überraschende Biodiversität mit Nilkrokodilen und einzigartige Kreuzfahrterlebnisse.
Erkunden Sie die geographische Position dieses Reservoirs, welche Sakralbauten Sie erwarten und weshalb oberägyptische Reisen kombiniert mit Kairoer Ausflügen Ihren kulturellen Horizont beträchtlich erweitern werden.
Die Nilregulierung begann bereits 1902 mit dem britischen Unterassuan-Damm, einem ersten Versuch der Kolonialherren, die verheerenden Hungersnöte zu beenden. Dieser bescheidene Vorgänger erwies sich jedoch als unzureichend – sein niedriger Wasserspiegel konnte lediglich ein Jahr lang Reserven speichern. Regelmäßige Überläufe machten eine zuverlässige Bewässerung während der kritischen Niedrigwasserperioden unmöglich.
1947 konzipierte der französische Ingenieur Adrian Daninos eine radikale Alternative: einen monumentalen Staudamm oberhalb von Assuan, den er 1948 der ägyptischen Regierung präsentierte. König Faruq zeigte zunächst keinerlei Interesse. Erst nach seinem Sturz 1952 gewannen die revolutionären Pläne an Bedeutung. Gamal Abdel Nasser und seine Offiziere erkannten das strategische Potenzial einer ausschließlich ägyptischen Kontrolle über die Nilwasser.
Deutsche Baufirmen wie Hochtief und Rheinstahl Union Brückenbau sollten ursprünglich die Umsetzung übernehmen. Die USA und Großbritannien sagten im Dezember 1955 eine Finanzierung von 70 Millionen US-Dollar zu. Sieben Monate später zogen die Amerikaner ihre Zusage zurück, woraufhin Nasser sowjetische Unterstützung suchte. Tausende sowjetischer Techniker und Ingenieure strömten nach Ägypten.
Eine gewaltige Sprengung am 9. Januar 1960 markierte den Baubeginn des Assuan-Hochdamms. Über 30.000 Arbeiter und etwa 2.000 sowjetische Ingenieure realisierten dieses kolossale Vorhaben für Baukosten von ungefähr 2,2 Milliarden Euro.
Den ersten Bauabschnitt krönte eine denkwürdige Zeremonie am 14. Mai 1964. Präsident Nasser betätigte gemeinsam mit dem sowjetischen Staatschef Nikita Chruschtschow sowie den Staatspräsidenten Abd as-Salam Arif aus dem Irak und Abdullah as-Sallal aus dem Jemen den Schalter zur Sprengung eines Sandwalls. Der umgeleitete Nil füllte das vorgesehene Becken – die Geburt des Nassersees hatte begonnen.
Nach Fertigstellung des Damms am 21. Juli 1970 zelebrierte Anwar el-Sadat, Nassers Nachfolger, die feierliche Eröffnung am 15. Januar 1971. Sechs weitere Jahre vergingen, bis der See 1976 seinen geplanten Wasserspiegel erreichte. Die Bauarbeiten forderten 451 Menschenleben.
Das Absperrbauwerk manifestiert sich als gewaltige Schotteraufschüttung mit Lehmdichtungskern und Betonmantel. Die Konstruktion misst 3.830 Meter Länge und 111 Meter Höhe. Während die Sohlenbreite 980 Meter beträgt, verjüngt sich die Krone auf etwa 40 Meter. Die verbauten Materialien umfassen 43 bis 44,3 Millionen Kubikmeter – das Siebzehnfache der Großen Pyramide von Gizeh.
Der entstandene Wasserkörper erstreckt sich über 500 bis 550 Kilometer bei einer variierenden Breite zwischen 5 und 35 Kilometern. Seine Gesamtfläche umspannt 5.000 bis 5.250 Quadratkilometer. Das Reservoirvolumen fasst zwischen 135 und 169 Kubikkilometer Wasser, davon sind 90 Kubikkilometer für die Nilhochwasser-Aufnahme reserviert.
Diese aquatische Leviathan trägt den Namen des ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser, dessen Vision seine Entstehung ermöglichte. Der südliche Abschnitt in sudanesischem Territorium führt die Bezeichnung Nubia-See.
Der geplante Bau des Assuan-Hochdamms bedrohte unersetzliche archäologische Schätze existenziell. Am 8. März 1960 initiierte die UNESCO eine internationale Hilfskampagne zur Rettung der nubischen Tempel von Abu Simbel und Philae. Über 50 Nationen mobilisierten Spenden in Höhe von insgesamt 80 Millionen US-Dollar.
Diese außergewöhnliche Rettungsaktion etablierte das erste weltweite Gemeinschaftsprojekt zur Erhaltung des Weltkulturerbes. Bis zur Einweihung des Staudamms am 15. Januar 1971 versetzte man insgesamt 23 nubische Tempel und Schreine. Die Kampagne schuf das Fundament für die UNESCO-Welterbekonvention von 1972.
Die Verlegung der beiden Tempel von Abu Simbel zwischen November 1963 und September 1968 erfolgte unter Leitung des Essener Unternehmens Hochtief. Ingenieure bohrten zunächst 17.000 Löcher in den Fels und verfestigten das Gestein mit 33 Tonnen Epoxidharz.
Mittels einer Seilsäge zerlegten sie die Tempel in 1.036 Blöcke, deren Gewicht zwischen 7 und maximal 30 Tonnen betrug. Der neue Standort befand sich 64 Meter über dem Niveau des ursprünglichen Tempelareals und 180 Meter nordwestlich landeinwärts. Die Tempel von Abu Simbel gehören seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Gleichermaßen rettete man den Tempel von Philae vor den steigenden Wassermassen. Archäologen trugen den Tempel in den 1960er- und 1970er-Jahren Block für Block ab und errichteten ihn auf der höher gelegenen Insel Agilkia originalgetreu neu. Diese Versetzung geschah im Rahmen eines UNESCO-Projekts unter internationaler Beteiligung.
Der dem Gott Mandulis geweihte Kalabscha-Tempel wurde unter Zusammenarbeit deutscher Archäologen in Einzelteile zerlegt und innerhalb von vier Jahren wieder zusammengesetzt. Er erhebt sich heute nur einen Kilometer südlich vom Assuan Staudamm.
Die Arbeiten legten ältere Fundamente frei, welche der Bundesrepublik zum Dank für die Mithilfe geschenkt wurden. Das zusammengesetzte Tor befindet sich heute im Ägyptischen Museum in Berlin.
Den Tempel von Ad-Dakka versetzte man etwa 100 Kilometer südlich von Assuan nach es-Sebua. Ptolemäische und römische Könige hatten den ursprünglich von König Arqamani errichteten Schrein zum Tempel ausgebaut.
Der Tempel von Amada stellte eine besondere technische Herausforderung dar. Um die empfindlichen Reliefs zu schonen, entschieden sich französische Ingenieure 1964/65 für eine Versetzung des Tempels als Ganzes. Sie versetzten einen insgesamt 800 Tonnen wiegenden Block mittels einer Schienenkonstruktion zu seinem 2,6 Kilometer entfernten und 65 Meter erhöhten neuen Standort. Der Tempel steht seit 1979 auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO.
Insgesamt versetzte man aufgrund der drohenden Überschwemmungen durch den Nassersee über 20 Tempelanlagen. Dennoch ruhen zahlreiche archäologische Stätten heute unter den Wassermassen des Sees. Diese geretteten altägyptischen Tempelanlagen am Nassersee können während einer Kreuzfahrt erkundet werden – ein direkter Einblick in die beeindruckende Ingenieursleistung der Versetzung.
Die künstlichen Wassermassen des Nassersees entwickelten sich zu einem überraschenden Refugium für eine außergewöhnliche Fauna. Wissenschaftler dokumentierten 32 distinkte Fischarten sowie die legendären Nilkrokodile des Sees. Diese aquatische Artengemeinschaft etablierte sich gemeinsam mit einer terrestrischen Wüstenfauna aus über 100 Vogelspezies, Säugetieren und Reptilien zu einem bemerkenswerten Ökosystem.
Nilkrokodile dominieren als Apex-Prädatoren die Gewässer des Sees. Diese prähistorischen Jäger erreichen gewöhnlich Körperlängen zwischen 3 und 4 Metern, während außergewöhnliche Exemplare bis zu 6,5 Meter messen können. Ihre beeindruckende Langlebigkeit erstreckt sich über 60 bis 80 Jahre, vereinzelt dokumentieren Biologen Individuen jenseits der 100-Jahre-Marke.
Weibliche Tiere konstruieren Nisthöhlen im Ufersediment und deponieren dort zwischen 16 und 80 Eier. Bemerkenswert bleibt, dass Ägyptens einzige freilebende Nilkrokodil-Population ausschließlich im Nassersee existiert.
Nilwarane bevölkern als terrestrische Giganten die Uferregionen. Diese imposanten Echsen entwickeln Körperlängen bis zu 2 Metern und rangieren unter Afrikas größten Waranarten. Ihre graubraune bis olivbraune Färbung zeigt charakteristische Querreihen gelber Augenflecken entlang des Rückens.
Nilwarane praktizieren opportunistische Jagdstrategien und erbeuten Krebstiere, Insekten, kleine Säugetiere, Vögel, Gelege sowie andere Reptilien – selbst Giftschlangen und Skorpione fallen ihrer Jagdtechnik zum Opfer. Aktuelle Forschungen postulieren Giftdrüsen im Unterkiefer, deren physiologische Funktion noch wissenschaftlicher Klärung bedarf.
Die Uferhabitate des Nassersees beherbergen mehr als 100 ornithologische Spezies. Wildenten, Pelikane, Falken, Reiher, Milane und Adler konstituieren eine diverse Vogelgemeinschaft. Wüstenadaptierte Säugetiere wie Gazellen, Wüstenfüchse und Schakale komplettieren die terrestrische Fauna und demonstrieren perfekte Anpassungsleistungen an die extremen Klimabedingungen.
Hunderte Quadratkilometer Wasseroberfläche etablieren den Nassersee als außergewöhnliches Angelrevier. Süßwasserangler klassifizieren ihn weltweit als Premium-Habitat für Nilbarsche und Tigerfische. Nilbarsche entwickeln monumentale Dimensionen von bis zu 200 Kilogramm Körpergewicht bei 2 Metern Länge.
Tigerfische erreichen respektable Gewichte bis 7 Kilogramm. Verschiedene Katzenfisch-Arten, darunter der legendäre große Vundu, ergänzen das ichthyologische Spektrum. Insgesamt katalogisierten Biologen 18 distinct Welsarten, während zwei Tilapia-Spezies die Artenliste vervollständigen.
Die Uferregionen beheimaten Skorpione und Schlangen als integrale Bestandteile der Wüstenfauna. Sämtliche ägyptischen Skorpionarten produzieren toxische Sekrete. Gefährliche Exemplare lassen sich an schlanken Scheren kombiniert mit massiven Schwanzstacheln identifizieren.
Der Sahara-Dickschwanz-Skorpion rangiert unter den toxischsten Skorpionarten weltweit. Intensive Regenfälle in Assuan resultierten in über 500 dokumentierten Skorpionstichen.
Wüstenhornvipern und Avicennavipern repräsentieren die ophidische Fauna. Diese Reptilien perfektionierten ihre Adaptation an extreme Wüstenbedingungen und bereichern das komplexe Ökosystem rund um den Nassersee.
Die Gewässer des Nassersees eröffnen außergewöhnliche Möglichkeiten für kulturell anspruchsvolle Expeditionen und naturwissenschaftliche Erkundungen. Fernab konventioneller Tourismusrouten erschließen sich hier einzigartige Zugänge zu versetzten Monumenten und unberührten Ökosystemen.
Die Gewässer des Nassersees eröffnen außergewöhnliche Möglichkeiten für kulturell anspruchsvolle Expeditionen und naturwissenschaftliche Erkundungen. Fernab konventioneller Tourismusrouten erschließen sich hier einzigartige Zugänge zu versetzten Monumenten und unberührten Ökosystemen.
Spezialisierte Flusskreuzer navigieren entlang der klassischen Route von Assuan nach Abu Simbel über eine Distanz von 5 Tagen und 4 Nächten, während die Rückpassage in 4 Tagen und 3 Nächten zu bewältigen ist. Wöchentliche Abfahrten erfolgen montags ab Assuan, freitags kehren die Expeditionsschiffe von Abu Simbel zurück.
Die archäologische Reiseroute erschließt zunächst den Kalabscha-Tempel, das monumentalste freistehende Heiligtum Nubiens. Über die nubischen Gewässer erreichen Passagiere Wadi el Sebua, wo der dem Gott Amon Ra geweihte Sakralbau seine antike Pracht entfaltet.
Der dritte Expeditionstag führt zum Amada-Tempel, dem ältesten erhaltenen nubischen Bauwerk aus dem Neuen Reich. Während der Vorbeifahrt an Kasr Ibrim dokumentieren Reisende vom Aussichtsdeck die eindrucksvolle Festungsruine. Den Höhepunkt bilden die beiden majestätischen Felsentempel von Abu Simbel.
Der Nassersee etablierte sich als eines der exklusivsten Süßwasser-Angelreviere weltweit. Erfahrene Sportfischer praktizieren diverse spezialisierte Techniken: Schleppangeln, Spinnfischen, Driftangeln und Fliegenfischen. Regelmäßig werden Nilbarsche mit Gewichten zwischen 22 und 90 Kilogramm gefangen.
Wenige Stunden nach Verlassen des Assuan-Hochdamms erreichen Expeditionsteilnehmer völlig unerschlossene Wildnisgebiete jenseits elektrischer Versorgung und Mobilfunknetze.
Assuan fungiert als optimaler Ausgangspunkt für Nassersee-Expeditionen. Die Stadt präsentiert bedeutende archäologische Stätten wie den Philae-Tempel auf der Insel Agilkia, das Nubische Museum und den Unvollendeten Obelisken. Diese Monumente vermitteln bereits vor Expeditionsbeginn tiefgreifende Einblicke in die pharaonische Zivilisation.
Abendliche Sound & Light Präsentationen vor der monumentalen Kulisse der Abu Simbel-Anlage bieten außergewöhnliche kulturelle Erlebnisse. Die audiovisuelle Inszenierung rekonstruiert durch orchestrierte Musik und präzise Lichtchoreografie den ursprünglichen Glanz der Pharaonenheiligtümer. Mehrsprachige Programme stehen zur Verfügung, ergänzt durch individuelle Audiofüh- rung über bereitgestellte Kopfhörersysteme. Reservierungen erfolgen über digitale Buchungsplattformen.
Kombinationsprogramme verbinden Nassersee-Expeditionen mit dreitägigen Kairo-Aufenthalten. Die Metropole erschließt weltberühmte Monumente: die Pyramiden von Gizeh mit Sphinx und Tal-Tempel. Das neue Große Ägyptische Museum präsentiert umfassende pharaonische Sammlungen. Sakkara offenbart die Stufenpyramide des Pharao Djoser. Von der Zitadelle eröffnet sich der Blick über die historische Altstadt mit der imposanten Alabaster-Moschee des Mohammed Ali. Der traditionelle Khan el-Khalili Basar komplettiert die kulturhistorische Erkundung.
Das monumentale Bauwerk des Assuan-Hochdamms veränderte das Gefüge Ägyptens auf fundamentale Weise und prägte das Schicksal von Millionen Menschen nachhaltig. Diese außergewöhnliche Ingenieursleistung ermöglicht heute die Erkundung eines modernen Ägypten, dessen Entwicklungspfad untrennbar mit dem entstehenden Nassersee verwoben ist.
Über Jahrtausende hinweg diktierten die unberechenbaren Fluten des Nil den Lebensrhythmus der ägyptischen Zivilisation. Der Hochdamm bewirkte erstmals eine vollständige Beherrschung dieser uralten natürlichen Zyklen. Während der verheerenden Dürreperiode von 1984 bis 1985 gewährleisteten die Ingenieure einen konstanten Abfluss von über 53 Kubikkilometern jährlich. Die gigantischen Turbinen absorbierten gleichsam die gewaltigen Fluten der Jahre 1975 und 1988 ohne strukturelle Beeinträchtigungen.
Als zwischen 1979 und 1988 die Regenfälle in Ostafrika ausblieben, verhinderte das Stauseereservoir katastrophale Ernteausfälle. Der Damm schützte Ägypten vor den Dürrekatastrophen der Jahre 1972 und 1983, welche Somalia mit weitaus größerer Härte trafen.
Die zwölf mächtigen Generatoren des Staudamms erzeugen kontinuierlich 2,1 Gigawatt elektrischer Energie. Zur Inbetriebnahmezeit produzierte das Kraftwerk nahezu die Hälfte des gesamten ägyptischen Strombedarfs, gegenwärtig beträgt sein Anteil 10 Prozent der nationalen Stromerzeugung.
Unzählige Dörfer erhielten erstmals Zugang zur Elektrizität. Während einer Nassersee-Kreuzfahrt können die gewaltigen Turbinen des Kraftwerks betrachtet und die technische Dimension dieser beeindruckenden Leistung erfasst werden.
Nahezu 100.000 Menschen erfuhren eine Umsiedlung, vorwiegend Angehörige der nubischen Ethnie. Diese Volksgruppe stellte in der Antike ganze Dynastien von Pharaonen. Die Nubier wurden hauptsächlich in die Region um Kom Ombo nördlich von Assuan relociert.
Das neue Siedlungsgebiet erstreckte sich bis zu 35 Kilometer vom Nil entfernt. Sie verloren ihren Fluss, der über Generationen hinweg ihr Dasein geprägt hatte. Das Nubische Museum in Assuan bewahrt dieses kulturelle Erbe und verbindet Archäologie, Ethnologie und Zeitgeschichte miteinander.
Der Nassersee vereint technische Meisterleistung mit jahrtausendealtem Kulturerbe. Sie erleben auf einer Kreuzfahrt die geretteten UNESCO-Welterbestätten wie Abu Simbel und Philae, begegnen faszinierenden Nassersee Krokodilen und genießen die Stille der nubischen Landschaft.
Verbinden Sie Ihre Reise mit Kairo und bestaunen Sie die Pyramiden von Gizeh, die Sphinx, das Große Ägyptische Museum, die Stufenpyramide in Sakkara, die beeindruckende Alabaster-Moschee und den legendären Khan el-Khalili Basar. Ägypten bietet Ihnen eine einzigartige Kombination aus Antike, Natur und Abenteuer. Entdecken Sie diesen verborgenen Schatz zwischen Wüste und Wasser selbst und lassen Sie sich von der Faszination des Nassersee verzaubern.
Der Nassersee erstreckt sich über eine beeindruckende Länge von etwa 500 bis 550 Kilometern und ist zwischen 5 und 35 Kilometer breit. Er liegt in Oberägypten südlich von Assuan und reicht bis in den Sudan hinein, wo der südliche Teil als Nubia-See bezeichnet wird. Mit einer Gesamtfläche von etwa 5.000 bis 5.250 Quadratkilometern zählt er zu den größten künstlich angelegten Seen weltweit.
Im Rahmen einer UNESCO-Kampagne wurden 23 nubische Tempel und Schreine versetzt, darunter die weltberühmten Felsentempel von Abu Simbel, der Philae-Tempel, der Kalabscha-Tempel, der Tempel von Ad-Dakka und der Amada-Tempel. Diese archäologischen Schätze wurden zwischen 1960 und 1971 Block für Block abgetragen und an höher gelegenen Standorten wieder aufgebaut, um sie vor den steigenden Wassermassen zu bewahren.
Der Nassersee beherbergt eine erstaunliche Artenvielfalt mit 32 Fischarten, darunter Nilbarsche, Tigerfische und 18 Welsarten. Zu den beeindruckendsten Bewohnern zählen die Nilkrokodile, die bis zu 6,5 Meter lang werden können, sowie Nilwarane mit einer Länge von bis zu 2 Metern. Rund um den See leben über 100 Vogelarten, Gazellen, Wüstenfüchse, Schakale sowie verschiedene Skorpion- und Schlangenarten.
Eine klassische Kreuzfahrt von Assuan nach Abu Simbel dauert 5 Tage und 4 Nächte, während die Rückfahrt in 4 Tagen und 3 Nächten bewältigt werden kann. Die Schiffe starten jeden Montag von Assuan und freitags von Abu Simbel. Während der Fahrt besuchen Sie die versetzten Tempelanlagen wie Kalabscha, Wadi el Sebua, Amada und den Höhepunkt Abu Simbel.
Der zwischen 1960 und 1971 erbaute Assuan-Hochdamm kontrolliert die Nilüberschwemmungen und schützt Ägypten vor Dürren und Überschwemmungen. Seine zwölf Generatoren liefern 2,1 Gigawatt Strom und versorgen Millionen Menschen mit Elektrizität. Allerdings führte der Damm auch zum Verlust des fruchtbaren Nilschlamms, sodass Bauern heute auf chemische Düngemittel angewiesen sind, und zur Umsiedlung von fast 100.000 Menschen, hauptsächlich Nubier.